AUFSTAND für MINSK + Brauhausberg // So.26.8.,17h

Wir laden ein zu Protest und Aufstand: Sonntag, 26.8.2018, 17:00Uhr.

Ein Aufstand für das ehem. Restaurant MINSK, ein Aufstand gegen Ausverkauf, ein Aufstand für einen Neustart am Brauhausberg! Ein Aufstand gegen Ignoranz und mutwillige Zerstörung, ein Aufstand für Anerkennung und Mitbestimmung.

Wir rufen alle PotsdamerInnen auf, am kommenden Sonntag am Brauhausberg/Minsk mit uns aufzustehen und Position zu beziehen:

  • Wie fühlt sich eine Stadt an, in der eine ganze Spanne Zeit einfach ausradiert wird, wo mit ihr die großen Gestaltungs- und Freiräume verschwinden?
  • Wie lebt es sich, wenn man sich einen Umzug in der Stadt gewiss nicht mehr leisten kann?
  • Und wo bitte kommt mensch zusammen, wo ist Raum für Begegnung und mitgestalten?

Anleitung zum Aufstand // Berichterstattung ersten Aktion (Alter Markt, Sa.09.06.2018)

Kontext

Ungeachtet zweier Bürgerbegehren, offensichtlicher Widersprüche und Fassungslosigkeit in der Fachwelt fährt die Landeshauptstadt ihr Programm aus Abriss, Verkauf und Exklusivprojekten stetig weiter voran. Oberfläche statt Infrastruktur, „mal anschauen“ statt Begegnung, falsches Barock vor Dialog. Dabei ist Potsdam längst ausverkauft. Nur am Alten Markt, am Brauhausberg und in weiter Ferne – Krampnitz – warten noch Flächen auf Verwertung…

Im Schatten des Abrissspektakels am Alten Markt und einer Zitterpartie um eine Fünf-Jahres-Galgenfrist für das Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum geht fast verloren, dass es 2018 auch dem Brauhausberg an den Kragen geht.

Die 1971 eröffnete Schwimmhalle ist fast schon verschwunden, während nebenan das ehemalige Restaurant Minsk zerdeppert und verwuchtert auf eine zweite Chance wartet. Oberhalb erzählt der prägende ehemalige Landtag vom Gang der Dinge in dieser Stadt: das Haus wurde, nachdem mehrfach der Stadt angeboten an windige Investoren (Sanus) verkauft. Die kurz darauf den halben Kaufpreis zurück und eine warme Nutzung gewinnen, weil die Stadt das Haus zur Unterbringung von Geflüchteten anmieten muss (andere Objekte sind ja bereits verkauft). Nun aber kommt auch hier endlich: exklusives Wohnen, denn das ist es was diese Stadt braucht.

Ein Masterplan von 2013 sieht unterhalb viele Stadtvillen vor

Nun muss die Stadt entscheiden: gibt Potsdam der Nachkriegsmoderne mit dem Minsk eine Chance, oder stehen Gewinn und Privatinteressen weiter ganz oben? Ist es nicht an der Zeit, das Haus gemeinsam zu heben und für Dialog und Miteinander zu öffnen? Und: warum die Pläne nicht überdenken, ein Neustart am Brauhausberg?

Ohne Zweifel:

mit dem Verschwinden der Freianlagen, mit dem neuen Bad, mit dem Abriss des alten, mit dem überwucherten Minsk:

Der Brauhausberg hat gelitten.

Wir sehen nicht einfach zu, wie er restlos zerschlagen wird!

deshalb:

Aufstand // So.26.8., 17:00Uhr

für das Minsk
und den Brauhausberg
am Brauhausberg

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