Selbstverständnis

    Wer wir sind

Das Bündnis “Stadtmitte für Alle” ist ein Zusammenschluss von Potsdamer Initiativen und Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen.
Es rückt die großen gesellschaftlichen Potenziale der bestehenden Gebäude und Flächen in Potsdams Mitte in den öffentlichen Blick.
Das Bündnis fordert und praktiziert öffentliche Mitsprache bei der weiteren Entwicklung der Potsdamer Mitte.


    Was die Stadtmitte sein soll

Mit ihren öffentlichen Räumen und Funktionen soll die Stadtmitte den sozialen
 Mittelpunkt Potsdams bilden.
Mit kulturellen, kommerziellen und sozialen Angeboten soll sie Gelegenheiten für Austausch und Teilhabe bieten und Symbol der Vielfalt von Stadt und Land sein. Die Stadtmitte verbindet alle Epochen der Stadtentwicklung und ermöglicht die Begegnung von Menschen aller Generationen und Hintergründe.

Die Stadtmitte ist der Mittelpunkt der Stadtgesellschaft und Ort gesellschaftlicher Innovation. Sie ist schon heute hervorragend mit dem Nahverkehr, zu Fuß und per Rad zu erreichen und stellt damit den optimalen Treffpunkt dar. Gestaltet wird die Stadtmitte durch die Einwohner*innen der Stadt und des Umlands und ihre Gäste. Teilhabe und Erleben sollen hier unabhängig vom jeweiligen finanziellen Hintergrund möglich sein. Dafür müssen die Potenziale der bestehenden Gebäude sinnvoll mit ihren umgebenden Stadträumen weiterentwickelt werden.


    Warum es uns gibt

Der aktuell beabsichtigte Umbau der Potsdamer Mitte ist durch Abrisse, Privatisierung, Rekonstruktion und hochpreisigen Neubau geprägt. Durch den geplanten Abriss von Staudenhof-Wohnhaus, Fachhochschule (FH) und Rechenzentrum und Privatisierung wird öffentliches Eigentum vernichtet. Mit der Errichtung der Garnisonkirche wird zudem öffentliche Gedenkkultur privatisiert und Revision der Stadtgeschichte betrieben. Der rigorose Abriss von Nachkriegsmoderne und die Errichtung von Kopien früherer Bauten tilgt nicht nur die jüngere Geschichte Stadt, er opfert einem konservativen Stadtbild auch die einmaligen Potenziale des gewachsenen Potsdams.

Der geplante Stadtumbau vernichtet Chancen für inklusive Bildung, Teilhabe und gesellschaftliches Miteinander. Der vom Rathaus eingeschlagene Weg spaltet die Stadtgesellschaft: Er schließt große Teile der Einwohner*innenschaft aus und privilegiert Wenige. Er ist deshalb aus sozialer wie wirtschaftlicher, aus ökologischer wie kultureller Sicht untragbar. Ihre derzeitigen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen wird die Stadt so keinesfalls meistern.


    Was wir fordern

Die lebendige Stadt Potsdam benötigt in ihrem Stadtzentrum neben bezahlbarem Wohnraum und von Mieter*innen initiierten Wohnprojekten dringend Räume für Bildung und Innovation, Präsentation und gesellschaftliches Miteinander.

Das Bündnis “Stadtmitte für Alle” fordert daher

● den Erhalt des Ensembles “Staudenhof” als bezahlbarer Wohnraum, Begegnungsort und transkulturelles Mehrgenerationenhaus
● den Erhalt und die Weiterentwicklung des Fachhochschul-Gebäudes mit vielfältigen Funktionen für die Stadt Potsdam und das Land Brandenburg
● eine Weiternutzung des Rechenzentrums in seiner heutigen Funktion als Kunst- und Kreativhaus
● den Verzicht auf weitere Rekonstruktions- und Kulissenbauten wie die Garnisonkirche.

Wir fordern eine öffentliche und ergebnisoffene Debatte über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft unserer Stadt und ihrer Mitte.


    Was wir tun

Wir setzen uns gemeinsam für eine Stadtmitte ein, die der gesamten Einwohner*innenschaft als Spiel- und Möglichkeitsraum dient – eine Stadtmitte, die der wachsenden Ungleichheit und den Herausforderungen unserer Zeit mit Angeboten für Austausch, Begegnung und Teilhabe begegnet.

Das Bündnis “Stadtmitte für Alle” versteht die weitere Entwicklung der Innenstadt als wichtigste soziale Frage der Stadt. Unsere Forderungen werden wir mit Aktionen, Veranstaltungen und Interventionen in die Stadtmitte tragen. Damit wollen wir eine neue Debatte über die Zukunft unserer Stadt und ihrer Mitte anstoßen.

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